SPD Ortsverein und Fraktion Alsfeld

Mitmachen bei der SPD: „Kommunalpolitik ist kein Selbstzweck“

Ortsvereine

ALSFELD. Zahlreiche Mitglieder, Interessierte und den örtlichen Ortsvorsteher Armin Günther konnte der Vorsitzende der SPD Alsfeld, Florian Sauermann, kürzlich bei bestem Spätsommerwetter in der Grillhütte Reibertenrod begrüßen. Niemand müsse Angst haben auf dem Grill zu landen, stellte Sauermann schmunzelnd klar, nachdem es im Vorfeld Spekulationen darüber gegeben hatte, was es mit dem „Kandidatengrillen“ der SPD auf sich hat. „Kommunalpolitik ist kein Selbstzweck, denn unser Grundgesetz fordert die kommunale Selbstverwaltung. Daher sind alle Interessierten herzlich eingeladen, sich gemeinsam mit uns für ihr Dorf, ihre Stadt und den Vogelsbergkreis zu engagieren“, sagte Sauermann.

„Die Veranstaltungen unserer SPD-vor-Ort Reihe zeigen auf, was die Menschen umtreibt. Die Themen müssen vom Rathaus aber auch angenommen und umgesetzt werden, denn Entscheidungen dürfen nicht an Bürgern vorbei gehen oder nur für bestimmte Gruppen da sein“, so Sauermann. Politik sei keine Unterhaltungsshow, die sich auf eigenes Marketing beschränke. Es sei fatal für das Vertrauen der Bürger, wenn zu oft der Eindruck entsteht, dass kessen Sprüchen und der ständigen Ankündigung von Leuchtturmprojekten in der Presse keine konkrete Politik folgt, sagte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende mit Blick auf Alsfeld.

Als Gast der Versammlung gab Landrat Manfred Görig (SPD) einen Überblick der geleisteten Arbeit und der künftigen Aufgaben des Vogelsbergkreises. Man habe den Breitbandausbau im Vogelsberg und der Wetterau endlich angepackt und wolle mit einer Millioneninvestition schnelles Internet in jedes Dorf bringen: „Dabei werden keine weißen Flecken zurück bleiben - weder hier in Reibertenrod, noch in einem anderen Vogelberger Ort, der sich für das Modell der BIGO entschieden hat“, sagte Görig. Es sei gelungen das Haushaltsdefizit des Vogelsbergkreises von einem zweistelligen Millionenbetrag unter Verantwortung der CDU auf rund 4,3 Millionen Euro zu senken. In den letzten drei Jahren seien die Bedingungen des Kommunalen Schutzschirms eingehalten worden. Man sei auf einem guten Weg, den Kreishaushalt auszugleichen. „Wir werden auch die notwendigen Investitionen in das Kreiskrankenhaus Alsfeld auf den Weg zu bringen, nach dem wir dem Haus in den vergangenen Jahren bereits 8,6 Million Euro an eigenen Mitteln aus dem Kreishaushalt zur Verfügung gestellt haben“, sagte Görig. Er sei zuversichtlich, dass diese Politik, die die Handschrift der SPD trage, auch nach der Kommunalwahl 2016 mit einer starken Mehrheit fortgesetzt werden könne, „damit es mit dem Vogelsbergkreis weiter aufwärts geht“, so der Landrat.

Swen Bastian, Vorsitzender der SPD Vogelsbergkreis und Fraktionschef der SPD in Alsfeld, warb in Reibertenrod für die Mitarbeit der Bürger in den kommunalpolitischen Gremien. Das Engagement in Kreis- und Stadtpolitik sei besonders wichtig und spannend, weil die Entscheidungen direkt vor Ort wirkten. „Wie bedeutsam es ist, dass man sich einmischt, wird am Beispiel der Grundsteuer deutlich. Nach der Anhebung in 2014 sollte nach dem Willen von Bürgermeister Paule eine abermalige, noch deutlichere Erhöhung folgen. Da diese viele Alsfelder an die Grenze der finanziellen Belastbarkeit gebracht hätte, haben wir der aberwitzigen Grundsteuererhöhung in der Stadtverordnetenversammlung einen Riegel vorgeschoben“, erinnerte Bastian. Bürger, die sich für eine Kandidatur im Ortsbeirat oder der Stadtverordnetenversammlung interessieren, könnten sich noch bis zur Aufstellung der SPD-Stadtverordnetenliste per Email unter florian.sauermann@spd-alsfeld.de oder der Rufnummer 06631-2457 mit dem SPD-Ortsvereinsvorstand in Verbindung setzten.

Im Anschluss an die Grußworte nominierten die Mitglieder des SPD-Ortsvereins Ihre Bewerberinnen und Bewerber für die Kreistagswahl. Angeführt wird die Alsfelder Mannschaft von Swen Bastian. Der 36-jährige Büroleiter gehört dem Kreisparlament seit 2001 an und ist stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD im Kreistag. Neu auf der Liste der SPD ist Ingo Schwalm, der Fachkrankenpfleger und ehemalige Landratskandidat der Linkspartei ist zur SPD gewechselt und möchte sich bei den Sozialdemokraten in der Kreispolitik engagieren. Die Juristin Angelika Schäfer aus Elbenrod, Magistratsmitglied in Alsfeld, wurde ebenso nominiert wie der Alsfelder Ortsvereinsvorsitzende und Dipl. Verwaltungswirt Florian Sauermann. Die Vorschlagsliste wird vom Stadtverordnetenvorsteher Heinz Heilbronn aus Altenburg und dem Zollbeamten Gerhard Stock aus Angenrod komplettiert. Im Rahmen des SPD-Unterbezirksparteitags am 31. Oktober werden die Bewerber auf dem Wahlvorschlag der SPD für den Kreistag platziert. Die Veranstaltung an der Grillhütte schloss mit dem angekündigten „Kandidatengrillen“, bei dem Würstchen aus der Region und Getränke guten Absatz fanden und die Gelegenheit für viele interessante Gespräche genutzt wurde.

 
 

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