SPD Ortsverein und Fraktion Alsfeld

Nach Abi-Panne: Jusos fordern Wiederholung und Konsequenzen

Jusos

VOGELSBERGKREIS. Mit Unverständnis reagierten die Jusos Vogelsberg auf die Fehler in den diesjährigen Aufgaben für das Abitur im Fachbereich Mathematik. „Wie kann es sein, dass den Schülerinnen und Schülern unlösbare Aufgaben ausgeteilt worden sind, wenn zuvor monatelang durch eine Kommission entschieden wurde, welche Aufgaben im Zentralabitur gestellt werden“, fragen sich die beiden Vorsitzenden der Jusos Vogelsberg, Jan Bohl und Timm-Kristian Hundsdörfer. „Entweder wurden die Aufgaben vor ihrer Auswahl nicht gerechnet oder die so genannten Experten waren bei der Erstellung der Aufgaben damit schlichtweg überfordert, die Fehler zu entdecken.“ Beides zeige nur, dass die Kritik am alten Kultusministerium und auch an den Wahlversprechen von FDP und CDU für eine bessere Bildungspolitik gerechtfertigt waren und sind.

„Aber wer kann mehr von Politikern erwarten, die noch nicht einmal in der Lage waren ihren Ministerpräsidenten einstimmig zu wählen, weil sie, so die CDU, die Löcher in ihren Stimmzetteln nicht richtig durchstechen konnten“, bemerken die Jusos in einer Pressemitteilung. Der Vogelsberger SPD-Nachwuchs wundert sich außerdem, dass der neue bildungspolitische Sprecher der FDP und Mandatsträger aus dem Vogelsberg, Mario Döweling, selbst Lehrer von Beruf, keine Stellungnahme in den Medien abgab. „Die Schülerinnen und Schüler haben es verdient, dass man ihnen schnellstmöglich Wege aufzeigt, wie diese Unregelmäßigkeit im Zentralabitur behoben werden könne. Leere Versprechungen und Entschuldigungen reichten da nicht aus“, stellte Hundsdörfer klar.
„Die Tatsache, dass die Fehler zu unterschiedlichen Zeitpunkten den Schülern mitgeteilt wurden und sie somit bereits Minuten mit dem Rechnen der unlösbaren Aufgabe verbrachten, lässt eigentlich nur einen Schluss zu, nämlich die Wiederholung der Prüfung“, erklärte der stellvertretende Vorsitzende Jan Stieler, „andernfalls stellt das diesjährige Zentralabitur eine völlige Ungleichbehandlung von Schülern da, die nicht toleriert werden kann.“

Die Forderung der Jusos nach Abschaffung des Zentralabiturs seien erneut bestätigt worden. Geschehnisse wie diese machten deutlich, wie unglaubwürdig das hessische Abitur sei und mit welcher Ignoranz in Teilen des Kultusministeriums mit dem Erstellen der Abituraufgaben umgegangen werde. Schüler bereiteten sich monatelang auf ihre Prüfungen vor, man erwarte von ihnen, dass sie sämtliche Aufgaben des Lehrplans fehlerfrei rechnen könnten und setze ihnen dann fehlerhafte Aufgaben vor. „Die Jusos Vogelsberg meinen daher, dass ein solches Fehlverhalten personelle Konsequenzen bei den Verantwortlichen im Kultusministerium haben müsse, damit die Glaubwürdigkeit des Ministeriums nicht gänzlich verloren gehe“ so Bohl abschließend.

 
 

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